Dokumentation

Oral History Edition: Ursula Pawel

Die Studierenden Joshua Paul, Nadia Rhouzzal und Valeriya Serebryanska editierten ein fast sechsstündiges Video-Interview mit der Holocaust-Überlebenden Ursula Pawel aus dem Bestand des United States Holocaust Memorial Museum in Washington, um es für den Einsatz in der Ausstellung des Erinnerungsortes Alter Schlachthof und in der Bildungsarbeit einsetzen zu können. Dazu kürzten sie das Videomaterial auf einen Umfang von 30 Minuten und setzen dabei einen inhaltlichen Fokus auf Ursula Pawels Jugend in Düsseldorf und die Umstände der Deportation über den Düsseldorfer Schlachthof. Zudem ergänzten sie das englischsprachige Interview mit deutschsprachigen Untertiteln und verfassten sie Biogramme von Ursula Pawel, ihrem Bruder Walter Lenneberg  und ihren Eltern Lina und Otto Lenneberg  für das Digitale Archiv des Erinnerungsortes Alter Schlachthof. Yasar Emin Uzun transkribierte außerdem einen Teil des Tagebuchs, das Ursula Pawel nach 1945 verfasste. Ein besonderer Dank gilt Yonca Ilbayi, die das umfangreiche Transkript des Interviews ins Deutsche übersetzte. Das United States Holocaust Memorial Museum in Washington hat ihre Arbeit bereits auf seiner Website zugänglich gemacht. Ein Projekt im Rahmen des Seminars Zeichen setzen! Erinnerung.Stadt.Kultur. im Sommersemester 2021.

-------------------------------------------------------

Zeitfenster: Miriam Skopf

Das „Zeitfenster Miriam Michaelis Levin“ ist noch bis Ende August 2021 auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf zu sehen. Es wirft einen Blick auf die Geschichte der Holocaust-Überlebenden Miriam Michaelis Skopf, geb. Levin (19.05.1928 - 03.03.2013). Sie wuchs in Düsseldorf auf, erlebte die Pogromnacht und wurde danach von ihrer Mutter zum Schutz in die Niederlande gebracht. Später versuchte ihre Mutter mit ihr und ihren Schwestern auf der St. Louis nach Kuba zu entkommen, doch sie mussten nach Europa zurückkehren... ihre Erlebnisse wurden von Studierenden aufgegriffen, künstlerisch bearbeitet und im Fenster der Studierendenvertretung sichtbar und zugänglich gemacht.

Die Konzeption, Kurzbiografie  und Gestaltung entwickelten Ana Gropp-Kondic, Angelique Bergmann, Nadja Rohde-Vormann, Philippa Schweder, Fiona Gdaniec, Dennis Lohmann und Melisa Kurt. Ein QR-Code im Ausstellungsfenster führt zur Kurzbiografie von Miriam Michaelis Skopf, geb. Levin. Ein Projekt im Rahmen des Seminars Zeichen setzen! Erinnerung.Stadt.Kultur.  im Sommersemester 2021.



-------------------------------------------------------

Video Dokumentationen

Workshop Theater– und Medienpädagogik 2020, Dokumentation

Im Juni 2020 startete erstmals der Workshop Theater- und Medienpädagogik mit dem Titel „Die Zeit heilt alle Wunden? Der Ort aber bleibt!“ am Erinnerungsort Alter Schlachthof.
Diskutiert, geprobt und gespielt wurde coronabedingt überwiegend online.

Über Monate hinweg arbeiteten Studierende der HSD unter der Leitung von Andreas Schmid (Regisseur, Schauspieler und Theaterpädagoge) zu Themen wie Rassismus und Privilegien, Heimat und Identität und Erinnern im generationales Gedächtnis. Am Ende gelang es den Teilnehmenden beeindruckende Performances zu inszenieren, die am 27.10.2020, dem Jahrestag der ersten Deportation nach Lódz, via zoom und facebook-livestream präsentiert und mit dem Publikum debattiert wurden.

Zwei Gruppen griffen das Format des Video-Chats spielerisch auf („Die Feier“ und „Heimat“). Eine dritte Gruppe produzierte einen Film, der ausschließlich auf Außenaufnahmen basiert („Erinnerung 2.0“).

Die Performances wurden von dem Medienkünstler Cornelius Schaper zu Kurclips geschnitten, die nun als Impulse in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen verwendet werden.

BKM 2017

Mit Förderung durch das BKM-Programm „Jugend erinnert“ entwickeln wir seit 2020 neue historisch-politische Bildungsformate – also Bildung vor Ort. Unsere Angebote richten sich nicht nur an Studierende der Sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik der Hochschule Düsseldorf. Angesprochen sind auch Multiplikator*innen und alle Engagierten, die sich im Feld NS-Gedenkstättenarbeit inhaltlich und methodisch fortbilden und qualifizieren möchten. Außerdem bieten wir für Angehörige und Auszubildende der Polizei sowie der Verwaltung spezialisierte Fortbildungen an. Ziel ist es, gemeinsam eine aktive und partizipative Erinnerungskultur zu gestalten, die in die Gegenwart hineinwirkt und Rassismus und Antisemitismus etwas entgegensetzt.  Weitere Informationen und Anmeldung:

Sabine Reimann
Projektstelle „Bildung vor Ort“
Erinnerungsort Alter Schlachthof
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus
Münsterstraße 156, Geb. 3 / 5. 014
40476 Düsseldorf
Tel.:  +49/(0)211/4351-3673
sabine.reimann@hs-duesseldorf.de