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Beendete Exkursionen

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Gedenkstättenfahrt: Prag – Lety – Terezín/Theresienstadt

terezin

Mi, 21. Juli – So, 25.Juli  
Vorbereitungsseminar Sa, 19. Juni – So, 20. Juni

Theresienstadt – gleich zwei der insgesamt sieben Deportationen im Juli 1942 über den Düsseldorfer Schlachthof endeten im tschechischen Terezín. Dort hatten die deutschen Besatzer das Ghetto und „KZ Theresienstadt“ eingerichtet. Viele Menschen starben bereits aufgrund der katastrophalen Haftbedingungen in Theresienstadt, andere wurden von dort aus in Vernichtungslager wie Auschwitz gebracht und ermordet. Von den insgesamt 141.000 nach Theresienstadt deportierten Jüdinnen und Juden überlebten nur etwa 23.000 den Holocaust. 

Die Studienfahrt bietet die Möglichkeit, die Spuren der jüdischen Bevölkerung unserer Region bis nach Terezín zu verfolgen. Auf dem Programm stehen ausführliche Rundgänge.

Vorbereitungsseminar Sa, 19. Juni – So, 20. Juni 

und Besichtigungen in der ehemaligen „Großen Festung“, die als Ghetto fungierte, sowie ein Besuch der „Kleinen Festung“, dem damaligen Gestapo-Gefängnis. Anhand konkreter biografischer Beispiele zeigen wir die Umstände auf, unter denen die Verschleppten um ihr Leben rangen. Bisher hatten wir das Glück, die vorangegangenen Fahrten mit einem Zeitzeug*innengespräch abschließen zu können. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf diese Gelegenheit. 

Zugleich eröffnet die Fahrt die Möglichkeit, sich mit der Geschichte Tschechiens unter deutscher Besatzung vertraut zu machen. Einen Tag werden wir in Prag verbringen und uns dort mit dem jüdischen Leben vor dem Einmarsch der Nazis beschäftigen, außerdem auch mit dem Widerstand gegen den Terror der deutschen Besatzer. 

Darüber hinaus stehen eine Besichtigung des ehemaligen „Zigeuner“-KZ bei Lety auf dem Programm sowie eine Führung und ein Museumsbesuch am Erinnerungsort Lidice – ein kleiner Ort nahe Prag, den die deutschen Besatzer im Frühjahr 1942 im Rahmen einer Racheaktion dem Erdboden gleichmachten. Fast alle Bewohner wurden ermordet. 

Die Fahrt gibt Raum, um sich den „verunsichernden Orten“ der historischen Verbrechen gemeinsam anzunähern. Dazu gehört auch, sich auszutauschen und zu diskutieren, was Besuche von NS-Gedenkstätten für die Gegenwart bedeuten können. 

Der Besuch des Vorbereitungsseminars ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Fahrt. Veranstalter ist der AK Gedenkstättenfahrten (NRW) in Kooperation mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof.
Bei Interesse bitte so früh wie möglich anmelden.
Weiterführende Informationen zum Programm, zu Kosten und zur Anmeldung können hier eingeholt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

BKM 2017

Mit Förderung durch das BKM-Programm „Jugend erinnert“ entwickeln wir seit 2020 neue historisch-politische Bildungsformate – also Bildung vor Ort. Unsere Angebote richten sich nicht nur an Studierende der Sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik der Hochschule Düsseldorf. Angesprochen sind auch Multiplikator*innen und alle Engagierten, die sich im Feld NS-Gedenkstättenarbeit inhaltlich und methodisch fortbilden und qualifizieren möchten. Außerdem bieten wir für Angehörige und Auszubildende der Polizei sowie der Verwaltung spezialisierte Fortbildungen an. Ziel ist es, gemeinsam eine aktive und partizipative Erinnerungskultur zu gestalten, die in die Gegenwart hineinwirkt und Rassismus und Antisemitismus etwas entgegensetzt.  Weitere Informationen und Anmeldung:

Sabine Reimann
Projektstelle „Bildung vor Ort“
Erinnerungsort Alter Schlachthof
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus
Münsterstraße 156, Geb. 3 / 5. 014
40476 Düsseldorf
Tel.:  +49/(0)211/4351-3673
sabine.reimann@hs-duesseldorf.de