Gedenkstättenfahrt nach Łódź (Polen): 29. Juni - 3. Juli 2026

Unbenannt 5

Auch in 2026 bietet der Erinnerungsort Alter Schlachthof eine fünftägige Gedenkstättenfahrt ins polnische Łódź, etwa 1.000 Kilometer von Düsseldorf entfernt, an. Dabei bewegen wir uns erneut auf den Spuren der 1941 vom damaligen Düsseldorfer Schlachthof (heute HSD-Campus) aus ins „Ghetto Litzmannstadt“ deportierten 1.003 Juden*Jüdinnen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Nur 13 von ihnen kehrten zurück. Alle anderen überlebten die unmenschlichen Bedingungen im Ghetto nicht oder wurden im nahen Mordlager „Kulmhof“ (Chełmno) oder in Auschwitz-Birkenau ermordet.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit Bezug zum Erinnerungsort Alter Schlachthof auf dem Campus der Hochschule Düsseldorf. Grundsätzlich steht die Fahrt aber allen Interessierten offen. Eine Teilnahme am Vorbereitungsseminar am 13. Juni ist dabei verpflichtend. Für Menschen mit geringen Einkommen ist ein ermäßigter Teilnahmebeitrag vorgesehen. Nähere Informationen können dem Ankündigungsflyer entnommen werden: Download | Kontakt für Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Am 30. April 1940 riegelten die deutschen Besatzer in der von ihnen in „Litzmannstadt“ umbenannten polnischen Stadt Łódź einen Stadtteil ab und erklärten diesen zum Ghetto. Allen Juden*Jüdinnen aus Łódź wurde auferlegt, dorthin „umzuziehen“. Ab Herbst 1941 folgten Juden*Jüdinnen aus dem Deutschen Reich, dem „Protektorat Böhmen und Mähren“ und Luxemburg, aber auch rund 5.000 Sinti*zze und Rom*nja aus dem Burgenland und der Steiermark. Am 27. Oktober 1941 startete vom Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf und mit Ziel „Ghetto Litzmannstadt“ ein Deportationszug mit 1.003 Juden*Jüdinnen aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Deportierten waren zuvor gezwungen worden, unter unwürdigen Bedingungen eine Nacht in der Großviehhalle des damaligen Düsseldorfer Schlachthofs (heute HSD-Campus) zu verbringen. Etwa 43.000 Insass*innen des Ghettos starben bereits vor Ort, 80.000 wurden im 80 Kilometer entfernten Chełmno nad Nerem („Kulmhof am Ner“) in Gaswagen ermordet, weitere 60.000 in Auschwitz. Aus dem Düsseldorfer „Transport“ überlebten letztendlich nur 13 Personen.

Veranstalter:
Die Fahrt nach Łódź wird veranstaltet vom Erinnerungsort Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf (HSD), in Kooperation mit dem Heinz-Kühn-Bildungswerk, Zeitreisen e.V., Arbeitskreis Gedenkstättenfahrten und AStA HSD sowie der NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld.

Teilnahmebeitrag und Reisekosten:
Der Teilnahmebeitrag bei eigener Anreise beträgt für Geringverdiener*innen 150,- Euro, für „Normal“-Verdiener*innen 250,- Euro. Er beinhaltet das Vorbereitungsseminar, das Programm in Polen, die Unterbringung in Zweibettzimmern (Einzelzimmer gegen Aufpreis auf Anfrage) und Teilverpflegung. Bei einer Teilnahme an der Gruppenan- und abreise kommen 100 Euro für ein Zugticket bzw. 60 Euro für einen Platz im Auto (begrenzte Plätze für Geringverdiener*innen) hinzu.

Kontakt und Anmeldungen:
Verbindliche Anmeldungen können ab dem 15. Januar 2026 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerichtet werden und bedürfen einer Bestätigung durch den Veranstalter. Fragen zur Fahrt ebenfalls an diese Adresse.

 

[Flyer ist digital hierüber erhältlich: Download]

 

 

pressespiegel

 

archiv