Privileg "Mischehe"? Handlungsräume sogenannter „jüdisch-versippter“ Familien 1933-1949: Buchvorstellung mit Dr. Maximilian Strnad (10.6.2024, 18:30 Uhr)

Privileg Mischehe CoverÜber 11.000 deutsche Juden überlebten den Holocaust, weil sie mit nichtjüdischen Partner:innen verheiratet waren. Deswegen nahm das NS-Regime sie von zentralen Verfolgungsmaßnahmen, Deportation und Vernichtung aus. Im Sprachgebrauch der Nazis galten sie daher als „privilegiert“. Dennoch war die „Mischehe“ keine Garantie für ein Überleben. Vor allem lokale Behörden gingen immer radikaler gegen die „Mischehen“ vor. Viele Betroffene verloren dadurch nicht nur ihre Existenzgrundlage, sondern oft auch Freiheit und Leben. Im Regierungsbezirk Düsseldorf etwa wurden die jüdischen „Mischehe“-Partner:innen im September 1944 doch noch deportiert. Im Zentrum von Maximilian Strnads Studie stehen die Handlungsräume der verschiedenen Familienmitglieder.

 

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Neues Bildungsprojekt des Erinnerungsortes Alter Schlachthof: „Fluchtgeschichte(n) erinnern – im Heute handeln.“

20231208 Fachtag Zwangsmigration c DOMiD 40Im Rahmen des von der Landeszentrale für politische Bildung NRW geförderten Projektes „(Zwangs)Migration und Flucht – Geschichte(n) von damals & heute“ konnte der Erinnerungsort Alter Schlachthof zwischen März 2023 und Februar 2024 das Thema durch vielfältige Forschungs- und Vermittlungsmaßnahmen umfassend bearbeiten. In dem Projekt, das sich mit verschiedenen Bildungsangeboten und -formaten an Studierende, Schüler*innen sowie Bildner*innen richtete, wurden die Migrations- und Fluchtgeschichten von in der NS-Zeit als Jüdinnen und Juden verfolgten Menschen mittels biografischer Zugänge erforscht, vermittelt und erinnert. Nicht nur historische, auch gegenwartsbezogene Erfahrungsräume, Dimensionen und Debatten zum Themenkomplex (Zwangs)Migration und Flucht wurden im Projekt in den Blick genommen sowie im Fachaustausch über entsprechende Bildungskonzepte, Erinnerungspraxen sowie die pluralen Handlungsfelder diskutiert. In dem nun folgenden, neuen Projekt „Fluchtgeschichte(n) erinnern – im Heute handeln“, das von der Landeszentrale für politische Bildung NRW gefördert und in inhaltlicher Kooperation mit dem Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) und dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus (FORENA) umgesetzt wird, soll diese themenspezifische Bildungsarbeit des Erinnerungsortes Alter Schlachthof ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die Erinnerung an und Sichtbarmachung von (historischen und gegenwärtigen) Migrations- und Fluchtgeschichten und ihre komplexen Bedeutungen sowie die konkrete Ausgestaltung und Reflexion einer darauf bezogenen (eigenen) Vermittlungspraxis stehen dabei im Mittelpunkt. 

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Fußball und Erinnerung: Veranstaltungsreihe "Taktisches Manöver" in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf anlässlich der Fußball-EM

fussballAnlässlich der Fußballeuropameisterschaft im Juni/Juli 2024 in Deutschland organisiert der Erinnerungsort Alter Schlachthof gemeinsam mit den Kolleg*innen der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf die Veranstaltungsreihe „‘Taktisches Manöver‘ – Fußball als politisches Instrument?!“. Sie ist Teil des bundesweiten, von der DFB-Kulturstiftung organisierten Projekts „Fußball und Erinnerung“ (www.fussballunderinnerung.de). Dieses bietet im Vorfeld und während der UEFA EURO 2024 ein umfassendes Programm zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus.

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