Projekte

Laufende und abgeschlossene Projekte:

  • Biografien des Erinnerungsortes online - ein Projekt mit dem FB Medien/HSD

    Bio Archiv WebIn Wintersemester 2019/20 wurde das Digitale Archiv des Erinnerungsortes in einem gemeinsamen Projekt mit dem Fachbereich Medien unter der Leitung von Prof. Thomas Rakow erweitert. Auf vielfachen Wunsch von Besucher*innen können jetzt sämtliche bisher imDigitalen Archiv des Erinnerungsortes gezeigten Biographien auf der Website des Erinnerungsortes zugänglich gemacht werden. Zusätzlich werden die verwandtschaftlichen Beziehungen der Ermordeten und Vertriebenen in einem Stammbaum dargestellt, der auf die Website von Yad Vashem (zentrale Namensdatenbank der Holocaustopfer) verlinkt ist. Aus rechtlichen Gründen wird online allerdings kein Bildmaterial gezeigt, dies ist lediglich im Erinnerungsort selbst möglich. Die Entwicklungen an den Medienstationen und ein Relaunch der Webseite werden im nächsten Semester mit weiteren Aufgaben in einem Medien- bzw. Masterprojekt fortgesetzt.​

     
  • Podcast des Erinnerungsortes

    In Zeiten von Corona muss man erfinderisch sein: somit stellt die diesjährige FSJlerin der HSD-BIB und des Erinnerungsortes Alter Schlachthof, Meike Lehmann, den Erinnerungsort in Form eines Podcast vor! Doch nicht nur sie ist zu hören, sondern auch der Leiter Dr. Joachim Schröder, eine Zeitzeugin und zwei Studentinnen. Wir folgen der Holocaustüberlebenden Liesel Ginsburg auf ihrem Leidensweg, der sie über den Düsseldorfer Schlachthof in das Getto Riga führte. Ergänzend erklärt Herr Dr. Schröder die Entstehung und Entwicklung des Alten Schlachthofs als Schlachthof, Deportationssammelstelle und viele Jahre später als Ort der würdigen Erinnerung an die Naziverbrechen. Doch der Erinnerungsort ist viel mehr – Studierende der HSD erzählen von dem Seminar „Spurensuche – Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung“, das nur ein Teil des umfangreichen und aktuellen Angebots an historisch-politischer Bildung darstellt, die der Erinnerungsort anbietet.
    Das alles erlaubt aus allen Perspektiven hinter die Fassaden des Erinnerungsortes zu schauen: Es ist nicht nur ein Ort der Erinnerung an die Vergangenheit, sondern ebenfalls ein lebendiger Lernort.
    Auch zu Zeiten von Corona steht der Erinnerungsort nicht still!
    Podcast von Meike Lehmann (FSJ Kultur) 2019/2020
     
  • "Das Karussell der Erinnerung" - das Stationen-Theater digital!

    KDE Flyer Online 2020 vorne kleinDas bereits mehrfach am Erinnerungsort Alter Schlachthof aufgeführte Stationen-Theater gibt es bald in digitaler Fassung (nähere Informationen folgen)! Annähernd 6.000 Menschen wurden in der NS-Zeit über den ehemaligen Schlachthof in Düsseldorf-Derendorf in Ghettos und Todeslager deportiert. Das Theaterstück basiert auf behördlichen und privaten Dokumenten des Erinnerungsortes Alter Schlachthof und aktuellen Äußerungen der Holocaust-Überlebenden Edith Bader-Devries, die mit 6 Jahren über den Schlachthof deportiert wurde und heute in Düsseldorf lebt. Mit unseren Zuschauer*innen gehen wir auf eine performative Reise in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart: Welche Botschaft hinterlassen uns die Überlebenden von damals heute - hier? Die Zeit heilt alle Wunden? Der Ort aber bleibt! Erinnern heißt Handeln!

    Eine Produktion von theaterkunstkoeln e.V. in Kooperation mit dem Erinnerungsort Alter Schlachthof (HSD), gefördert durch die Stiftung ‚Erinnerung, Verantwortung und Zukunft‘ und die Landeszentrale für politische Bildung NRW.

     
  • Spurensuche – Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung. „Judenhäuser“ im Regierungsbezirk Düsseldorf (1939-1945)

    IMG 6019 Kopie 1Ehemalige „Judenhäuser“ stehen heute mitten in unseren Städten, sind in unserer direkten Nachbarschaft – und oft kennt keiner ihre Geschichte. Heute sind diese ehemaligen Altenheime, Gemeindehäuser oder Kaufhäuser nicht mehr als solche zu erkennen. Es sind unscheinbare Wohnhäuser oder Parkplätze, die unseren Alltag in der Stadt begleiten. Ihre Geschichte(n) zu erforschen als Geschichte(n), die etwas über Nachbarschaften im Gestern und Heute erzählen, dies versucht das Seminar „Spurensuche – Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung“, geleitet von Alexander Flohé (Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften) und Joachim Schröder, dem Leiter des Erinnerungsortes Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf. „Judenhäuser“ – so nannte man in der NS-Zeit gemeinhin jene Gebäude, in denen die jüdische Bevölkerung konzentriert wurde oder zwangsweise wohnhaft sein musste, bevor sie über Sammelstellen wie den damaligen Schlachthof in Derendorf in die Ghettos und Mordlager im besetzten Osteuropa deportiert wurden. „Judenhäuser“ waren damit wichtige Etappen auf dem Lebens- und Leidensweg vieler Jüdinnen und Juden. Wieviele solcher „Judenhäuser“ aber gab es in der Stadt Düsseldorf? Wie viele in den Nachbarstädten wie Neuss oder Essen, wieviele in der Region? In welchen Verhältnissen lebten die Menschen dort vor ihren Deportationen und wie lange? Gibt es Zeugnisse von Überlebenden, die die Situation in solchen Häusern schildern? Was geschah mit den jüdischen Bewohner*innen? Und schließlich: Stehen solche Häuser heute noch? Was steht heute an ihrem Platz? Gibt es Erinnerungszeichen, Hinweise, die an die traurigen Geschichten dieser Häuser erinnern? Oder sind die Orte einfach „verschwunden“?

     
  • Die Biografien des Digitalen Archivs online verfügbar machen (FB Medien)

    Digitales Archiv 8210In Wintersemester 2019/20 wurde das Digitale Archiv des Erinnerungsortes erweitert. Auf vielfachen Wunsch von Besuchern können demnächst sämtliche bisher auf den Medienstationen gezeigten Biographien auf der Website des Erinnerungsortes zugänglich gemacht werden. Zusätzlich werden die verwandtschaftlichen Beziehungen der Ermordeten und Vertriebenen in einem Stammbaum dargestellt, der auf die Website von Yad Vashem (zentrale Namensdatenbank der Holocaustopfer) verlinkt ist. Aus rechtlichen Gründen wird online allerdings kein Bildmaterial gezeigt, dies ist lediglich im Erinnerungsort selbst möglich. Die Liveschaltung der Biografien ist nach einer Portierung der Website auf einen sicheren Server im Laufe der nächsten Wochen vorgesehen. Die Entwicklungen an den Medienstationen werden im nächsten Semester mit weiteren Aufgaben in einem Medien- bzw. Masterprojekt fortgesetzt.​

     
  • Tag des offenen Denkmals 2019

    Gruppenbild paint 01Ein besonders emotionales Erlebnis am Tag des offenen Denkmals war das Kaddisch, ein gesungenes Gebet zum Gedenken an die Toten, das von dem Rabbiner Herrn Malinsky, Kantor der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, vorgetragen wurde.

    Der Abschluss und das Highlight des Tags bildete das Gespräch mit einer Zeitzeugin Frau Bader-Devries, deren persönliche Geschichte ihrer Deportation im Alter von sieben Jahren auch Ausdruck im zuvor gezeigten Film fand. Sie schrieb ein Buch über ihre jüdische Kindheit im Nationalsozialismus und ihre leidvolle Vergangenheit mit dem Titel „Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da“.

     

     
  • "Judenhäuser" in Düsseldorf (FB Sozial-/Kulturwissenschaften)

    Judenhäuser websiteDas Seminar „Spurensuche - Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung“ am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf (Prof. Alexander Flohé/Dr. Joachim Schröder, SoSe 2018) beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte der sog. "Judenhäuser" – oder "Ghettohäuser" – im früheren Düsseldorfer Stadtgebiet (siehe den Bericht vom 29.08.2018). Eine Projektgruppe des Seminars (Anna Carls, Mimona Effenberger, Steffi Veenstra) gestaltete in Zusammenarbeit mit der "GIS-Akademie" auf der Basis der bis dahin zugänglichen Quellen eine interaktive Website. Auf einem Stadtplan sind die bis dahin bekannten „Judenhäuser“ nun sichtbar. Es finden sich Angaben zu Zahlen und Namen der früheren Bewohner*innen, dokumentiert wird auch, was mit den Menschen geschah. Es handelt sich bei der Website um einen Prototyp, der die bisher recherchierten Informationen dokumentiert. Die nun präsentierten Informationen bieten also keine Gewähr auf Vollständigkeit. Sie dokumentieren aber bereits jetzt anschaulich und in beklemmender Weise, wie vor den Augen ihrer Nachbar*innen die jüdischen Bürger*innen aus ihren Wohnungen vertrieben und in "Judenhäusern" zwangseingemietet wurden. Dies war in der Regel die letzte Vorstufe vor ihrer Deportation in eines der Ghettos und Mordlager im deutsch besetzten Osteuropa. Hier gehts zur Website!

     
  • Tag des offenen Denkmals 2018

    01 mobiles Museum-001Das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm bot einen Einblick in neue und spannende Projekte rund um den Erinnerungsort. Bei den stündlich angebotenen Führungen oder auch in Eigenregie informierten sich die BesucherInnen über die denkwürdige Geschichte dieses Ortes, über Lebens- und Familiengeschichten, die in der Dauerausstellung und im digitalen Archiv präsentiert werden. MitarbeiterInnen der Hochschulbibliothek führten Interessierte durch das denkmalgeschützte Gebäude und erläuterten die architektonischen Besonderheiten.

    Mit der interaktiven website „Judenhäuser in Düsseldorf“ stellten Mimona Effenberger, Stephanie Veenstra und Anna Carls, drei Studentinnen aus dem Projektseminar „Spurensuche - Nachbarschaft, Vertreibung, Erinnerung“ am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der HSD, die Ergebnisse ihrer Recherchen vor. Die Studierenden hatten unter Anleitung von Alexander Flohé und Dr. Joachim Schröder nach sogenannten „Judenhäusern“ in Düsseldorf geforscht und dazu Information zusammengetragen.

     
  • Virtuelle Realität - Rundgang durch den Erinnerungsort (HSD/FB Medien)

    Im Rahmen eines Hochschulprojektes der Hochschule Düsseldorf im Fachbereich Medien unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Herder wurden in Kooperation mit der Hochschulbibliothek Panoramen der neuen Hochschulbibliothek am neu erbauten Campus in Derendorf erstellt. Bei einem virtuellen Rundgangs durch die neue Bibliothek erhält man durch einbettete Videos, Bilder und Texte eine Übersicht und Erläuterungen zur Nutzung. Ein Interview zum Erinnerungsort gibt Einblicke in die Entwicklung und Bedeutung des Gebäudes. Informationen zum Projekt finden Sie hier.

    Auch ein virtueller Rundgang durch den Erinnerungsort ist möglich. Betreten Sie zunächst den Haupteingang der Bibliothek und wenden sich dann nach links, zum Eingang der Dauerausstellung des Erinnerungsortes (auf die kleinen roten Symbole klicken).

     
  • Rund 400 Besucherinnen und Besucher an der Hochschule Düsseldorf am Tag des offenen Denkmals 2017

    Abb 01 Tag Denkmal kleinZum dritten Mal beteiligte sich die Hochschule Düsseldorf am Sonntag, 10.9.2017, am Tag des offenen Denkmals. KollegInnen der Hochschulbibliothek und des Erinnerungsortes Alter Schlachthof führten stündlich interessierte BesucherInnen durch die denkmalgeschützte frühere Großviehhalle. Zeitgleich wurde in der Bibliothek eine Präsentation des Fotografen und HSD-Studenten Sugata Tyler über die „Vergessenen Orte des Holocaust“ in der Region Lublin gezeigt. Die eindrucksvollen Bilder waren auf einer Gedenkstättenfahrt des Erinnerungsortes im April/Mai 2017 entstanden.

    Erstmals konnte auch eine neue Informations-Stele am Haupteingang des Campus an der Münsterstraße präsentiert werden. Auf ihr hat an prominenter Stelle die Gedenktafel ihren neuen Platz gefunden, die früher an der Schlachthofmauer an der Rather Straße an die Verbrechen der Deportationen erinnerte. Der Bezirksvertretung 1 und ihrer Vorsitzenden Marina Spillner ist für die großzügige Unterstützung bei der Errichtung der Stele sehr zu danken.

     
  • Vergessene Orte des Holocaust in Ostpolen. Bericht über die Studienfahrt nach Lublin (29.04. – 04.05.2017)

    08 Gedenkstein Selma PardisVor fast 75 Jahren, im Frühjahr 1942, begannen die deutschen Besatzer mit der systematischen Ermordung der polnischen Jüdinnen und Juden im damaligen „Generalgouvernement“. Hunderttausende Männer, Frauen und Kinder wurden aus den Ghettos in die eigens eingerichteten Mordlager verschleppt: nach Chełmno, Treblinka, Sobibór, Bełżec. Anders als Auschwitz, dem internationalen Symbol für den Holocaust, sind diese Tatorte heute nur wenigen ein Begriff, sie spielen eine untergeordnete Rolle in der deutschen (wie auch in der polnischen) Erinnerungskultur. So ist kaum bekannt, dass auch zehntausende deutsche Jüdinnen und Juden Opfer dieser Mordaktion wurden. Sie waren zwischen März und Juni 1942 aus dem Deutschen Reich in die Region Lublin verschleppt worden. Darunter befanden sich auch rund 2.000 Menschen aus den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf.

     
  • „Erinnerung als aktive Arbeit für Gegenwart und Zukunft“. Bericht über eine Studienfahrt nach Minsk (Nov./Dez. 2016)

    04 Mahnmal JamaVom 26.11. bis 3.12.2016 unternahmen VertreterInnen der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der NS-Dokumentation Vogelsang und des Erinnerungsortes Alter Schlachthof gemeinsam mit Prof. Dr. Beate Fieseler und Prof. Dr. Guido Thiemeyer (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und 20 Studierenden eine Studienfahrt nach Minsk. Im Rahmen dieses von der Abt. für Geschichte und Kulturen Osteuropas am Institut für Geschichtswissenschaften der Universität organisierten, vom DAAD geförderten Projektes mit der 1991 gegründeten Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk hatten bereits im Oktober belorussische, in der Bildungsarbeit tätige KollegInnen die genannten Einrichtungen besucht. Die Reisegruppe besichtigte verschiedene historischen Orte und Stätten, die an das Leiden der belorussischen Bevölkerung während der nazistischen Besatzung erinnern. Wesentliches Ziel der Reise war neben dem Kennenlernen dieser historischen Orte der Dialog mit VertreterInnen verschiedener Organisationen der belorussischen Zivilgesellschaft und die Auseinandersetzung mit der sich seit 1991 langsam wandelnden Erinnerungskultur in Belarus.

     
  • Eindrücke vom Tag des offenen Denkmals (11.09.2016)

    ErinnerungsortRund 400 Besucherinnen und Besucher machten sich vergangenen Sonntag, am diesjährigen Tag des offenen Denkmals, auf den Weg in die Hochschule Düsseldorf. Zu besichtigen waren dort nicht nur der seit Februar 2016 eröffnete Erinnerungsort Alter Schlachthof. Zugänglich war die gesamte denkmalgeschützte frühere Viehmarkthalle, in der heute Campus IT und Hochschulbibliothek untergebracht sind. Geschichte und heutige Funktion der Gebäude wurden von den fachkundigen Kolleginnen der Hochschulbibliothek in Führungen erläutert. Vor dem Eingang präsentierte die Kölner Künstlerin Ulrike Oeter ihr mobiles "Straßenmuseum". Im Gebäude 4 konnte eine virtuelle Installation des früheren Schlachthofgeländes (Prof. Jens Herder, Lena Drubel, Felix Paul, FB medien) bestaunt und ausprobiert werden. In beiden Gebäuden dokumentierten historische Aufnahmen des Schlachthofes, wie es hier früher einmal ausgesehen hat...

     
  • Das Digitale Archiv des ERINNERUNGSORTES ALTER SCHLACHTHOF (FB Medien)

    01 UebersichtDas Digitale Archiv ist ein zentraler Bestandteil des Erinnerungsortes Alter Schlachthof an der Hochschule Düsseldorf. In ihm werden biographische Informationen und Fotos der fast 6.000 Deportierten sowie zahlreiche Digitalisate historischer Dokumente gesammelt und auf einem Touch-Screen gezeigt. Das Digitale Archiv wird durch das Team des Erinnerungsortes laufend erweitert.

    Das Digitale Archiv ist das Produkt einer intensiven, interdisziplinären Teamarbeit. Die Grundlage bildet ein von Studierenden des Studiengangs B.Sc. Medieninformatik entwickeltes Content-Management-System, in dem das umfangreiche Dokumenten- und Bildmaterial zu Deportationen und Biografien kontinuierlich eingepflegt werden kann.

     
  • SS-Netzwerke in der Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen in den 1950er-/60er Jahren?

    Artikel Welt der ArbeitIm Herbst 1959 sorgte die Gewerkschaft ÖTV mit einer Pressekampagne für Aufsehen: sie deckte die NS-Vergangenheit hoher Kriminalpolizeibeamter westdeutscher Großstädte auf. Ehemals hochrangige SS-Angehörige fungierten als Leiter der Kriminalpolizei u.a. in Düsseldorf, Köln, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Leverkusen und Krefeld. Ehemalige SS-Angehörige saßen auch in der Polizeiabteilung im NRW-Innenministerium. Den Beschuldigten gelang es seinerzeit, den Verantwortlichen in Regierung und Innenministerium sowie der Öffentlichkeit glaubhaft zu versichern, sie hätten nur einen ihrem jeweiligen Beamtendienstgrad entsprechenden SS-Rang erhalten („Dienstgradangleichung“), aber der SS nicht angehört (vgl. Stefan Noethen: Alte Kameraden und neue Kollegen, Essen 2003). Anhand von SS-Offiziers- und Personalakten der Betroffenen soll überprüft werden, ob es tatsächlich ein regelrechtes SS-Netzwerk in Innenministerium und Kriminalpolizei gegeben hat. Das Projekt steht im Zusammenhang mit den Arbeiten für den Erinnerungsort Alter Schlachthof, der sich explizit nicht nur mit den an diesem historischen Ort begangenen Verbrechen auseinandersetzt, sondern auch mit den Folgen des Nationalsozialismus.

     
  • Tag des offenen Denkmals (8.9.2013) Erinnerungsort Alter Schlachthof auf dem neuen Campus der FH in Derendorf

    DSC 0038Noch vor seiner eigentlichen Eröffnung im Jahr 2015 beteiligte sich der Erinnerungsort Alter Schlachthof am (bundesweit stattfindenden) Tag des offenen Denkmals. In der erhaltenen, unter Denkmalschutz stehenden Großviehhalle des ehemaligen Schlachthofs wurde eine eigens für diesen Tag konzipierte Ausstellung gezeigt. Realisiert wurde die Ausstellung von einer Gruppe Studierender aus dem Fachbereich 01 (Sabrina Rothe, Sabrina Schwennecke, Lucca Lenßen) und dem Historiker und Präsidiumsbeauftragten für den Erinnerungsort, Dr. Joachim Schröder. Die Ausstellung illustrierte die Geschichte des ehemaligen städtischen Schlachthofes, präsentierte das Konzept des geplanten Erinnerungsortes und gab einen Einblick in die „Werkstatt“ der AusstellungsmacherInnen.

     
  • Antisemitische Zuschriften an die jüdische Gemeinde Düsseldorf (1980-2014)

    Antisemetische ZuschriftenDie Düsseldorfer jüdische Gemeinde erhält schon seit Jahrzehnten regelmäßig antisemitische Zuschriften. Die Absender sind teilweise anonym, zum Teil und zuletzt immer häufiger auch namentlich gezeichnet. Viele Zuschriften sind politisch motiviert (und hierbei aus den unterschiedlichsten politischen Lagern stammend), andere zeugen von einem Missionswillen, der christlich motiviert sein kann, aber nicht muss. Auch lassen sich Konjunkturen erkennen, wenn im Gefolge einer neuerlichen Zuspitzung der Nahost-Krise die Düsseldorfer jüdische Gemeinde als Adressat für eine Kritik fungiert, die eigentlich gegen den Staat Israel gerichtet ist.