(K)Eine Befreiung 1945? Vortrag von Friederike Aschhoff (7.5.2025, 18:00 Uhr)
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- Erstellt: Dienstag, 15. April 2025 12:30
Der Zweite Weltkrieg und die systematische Verfolgung von Juden und Jüdinnen endeten 1945. Kam es damit für die Verfolgten zu einer Befreiung? Denn nun mussten die Überlebenden mit den Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft leben: Verwandte und Freund*innen waren verschollen oder ermordet, sie hatten selbst Ausgrenzung und Gewalt erfahren müssen. Der Vortrag von Friederike Aschhoff beleuchtet anhand von Beispielen den Umgang der Überlebenden mit dem Erlebten nach 1945.
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Der Autor, selbst Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, macht sich auf die Suche nach einem Gefühl, das nach dem Ende des Nationalsozialismus und dessen gigantischen Verbrechen nicht nur in seiner Familie seltsam blass blieb: der Wunsch nach Vergeltung, nach Rache. Achim Doerfer geht Widerstands- und Rachegeschichten nach, um einer Erinnerungs- und Gedenkkultur, die den Opferstatus von Jüdinnen und Juden in unser aller Köpfe zementiert, etwas entgegenzusetzen. Zumal das Versagen der deutschen Justiz nach 1945 nicht minder gigantisch war, die die Täter*innen systematisch schonte und den Mord an Millionen von Opfern ungesühnt ließ.
Für alle, die Interesse haben, Fragen an die eigene Familiengeschichte während der Nazi-Zeit zu stellen: Gab es Täter*innen, Mitläufer*innen oder vielleicht sogar Helfende unter den Vorfahren? Welche Erzählungen und Erinnerungen werden von Generation zu Generation weitergegeben? Welche Rolle spielen dabei Themen wie Schuld, Scham und Verantwortung? Es wird konkret gezeigt, wie in Archiven und Datenbanken recherchiert werden kann. Wie geht man um mit Quellen und Dokumenten, wie z.B. Ausweise und Urkunden, Fotos, Briefe und Tagebücher?
